Was ist besonders bei uns?

Das können wir Ihnen anbieten

Sie sind bei uns an der richtigen Adresse

Wir sind die offizielle Fachberatungsstelle für Essstörungen in Bayern, gefördert durch den Bezirk Oberbayern und die Landeshauptstadt München und anerkannt von allen gesetzlichen Krankenkassen.

 

Der erste Kontakt ist völlig unverbindlich

Wir beraten Sie kostenlos, unverbindlich und auf Wunsch auch anonym. Sie gehen dabei keinerlei Verpflichtung ein. Wir achten zuerst einmal darauf, die anfängliche Aufregung abzubauen und einen vertrauensvollen Kontakt zueinander herzustellen.

 

Bei uns gibt es kein „Schema F“

Jeder Mensch, jede Lebenssituation ist einzigartig und jede Person, die bei uns Hilfe sucht, bringt ihre eigene Vorgeschichte mit. Daher schauen wir erst einmal, was genau eigentlich los ist. Erst, wenn wir ein umfassendes Bild Ihrer individuellen Situation bekommen haben, überlegen wir gemeinsam, welche Form der Unterstützung sich für Sie anbietet.

 

Sie entscheiden

Sie werden bei uns zu nichts überredet oder gedrängt. Wir stellen Ihnen unterschiedliche Wege vor und fragen Sie, welchen davon Sie sich vorstellen können. Am Ende entscheiden Sie, ob und welches Unterstützungsangebot Sie nutzen möchten.

 

Herzlich willkommen im Therapienetz Essstörung!

Essstörung oder nicht?

Was ist typisch für eine Essstörung

Es gibt sehr viele verschiedene Formen von Essstörungen und nicht alle lassen sich in den klassischen Krankheitsbildern Anorexie, Bulimie und Esssucht wiederfinden. Auch die sogenannten atypischen Essstörungen sind unbedingt ernst zu nehmen. Sehr häufig treten die Essstörungen nicht alleine auf, sondern in Kombination mit anderen psychischen Erkrankungen. Essstörungen können in unterschiedlichen Lebensphasen auftreten und sowohl Frauen als auch Männer betreffen.

Typisch für jede Art von Essstörung ist:

 

  • Beim Essen oder Nicht-Essen geht es nicht um ein körperliches Bedürfnis wie Hunger, Sättigung oder Appetit, sondern um seelische Bedürfnisse. Mit Essen, Hungern oder Erbrechen reagiert der Betroffene auf psychische Befindlichkeiten wie Frust, Stress, Ärger, Traurigkeit oder Langeweile.
  • Gewicht und Essen werden zum Hauptthema des Lebens, um das ein Großteil der Gedanken, Gefühle und Handlungen kreisen.
  • Essen führt nicht zu einem Wohlbefinden, sondern ist verbunden mit negativen Gefühlen wie Ängsten, Schuldgefühlen, Selbsthass, Ekel, Unzufriedenheit oder Frustration.
  • Der Betroffene versucht, über Essen und Gewicht Kontrolle auszuüben. Dabei kommt es oft zum Gegenteil, zu zeitweisem oder völligem Kontrollverlust.
  • Hunger und Sättigung werden meist nicht mehr wahrgenommen. Die Essensmengen bleiben entweder weit über oder weit unter dem normalen Bedarf. Ebenso wird auch der Körper meist nicht mehr realistisch, sondern verzerrt wahrgenommen und als zu dick abgelehnt.
  • Es fällt dem Betroffenen immer schwerer, anderen gegenüber in Bezug auf das eigene Essverhalten ehrlich zu sein. So kommt es mehr und mehr zu Heimlichkeiten.


Mehr Information rund um das Thema Esstörungen finden Sie in unserer Infothek.

Was kann ich tun?

Informationen und Tipps für Angehörige

Für Menschen mit Essstörungen, vor allem für Jugendliche, ist es ungeheuer wichtig, dass sie von anderen angesprochen werden. Ihre eigene Wahrnehmung ist verzerrt, und da die Essstörung ihnen in der aktuellen Situation noch viele Vorteile bringt, verdrängen sie meist den Blick auf die Nachteile und Gefahren.

 

Menschen, die an einer Essstörung leiden, brauchen den Blick von außen, um zu erkennen, dass etwas nicht stimmt und dass sie Hilfe benötigen. Besonders Jugendliche sind auf diese Ansprache angewiesen. Oft bewegt ein Gespräch mit Freunden oder Lehrkräften den Jugendlichen dazu, zu uns in die Beratung zu kommen.

 

Was können Sie tun, damit ein solches Gespräch gelingt:

 

Atmosphäre
Sorgen Sie für eine geschützte Atmosphäre, in der Sie ungestört unter vier Augen sprechen können.


Vorbereitung
Bereiten Sie sich auf das Gespräch vor, indem Sie Ihre Beobachtungen notieren: Was ist Ihnen aufgefallen? Was hat sich verändert? Was macht Ihnen Sorge? Vielleicht möchten Sie sich mit einer anderen Person, die ebenfalls in Sorge ist, vorher darüber austauschen. Gerne können Sie sich auch uns wenden und das Gespräch in der Telefon- oder Mail-Beratung mit uns vorbesprechen.


Botschaften
Beginnen Sie sehr persönlich und vertmitteln Sie Ich-Botschaften: "Ich wollte unbedingt mit dir sprechen, weil ich mir gerade wirklich große Sorgen um dich mache."


Beobachtungen
Schildern Sie die Beobachtungen, die zu Ihrer Sorge geführt haben. Beginnen Sie dabei nicht mit den Veränderungen im Gewicht und im Essverhalten, sondern beschreiben Sie zunächst die Veränderungen in der Stimmung (bedrückt, traurig, gereizt), im Sozialverhalten (Rückzug), körperliche Veränderungen (Blässe, Kopfschmerzen).


Wertschätzung
Nehmen Sie Ihr Gegenüber ernst, seien Sie wertschätzend. Fragen Sie nach und hören Sie aufmerksam zu: "Wie erlebst du das denn?", "Was fällt dir denn auf?", "Wie geht es dir damit?"


Nachfragen
Fragen Sie nach den Problemen hinter der Essstörung: "Gibt es zur Zeit etwas, was dich belastet?", "Was ist denn gerade so los bei dir?", Hast Du eine Idee, wozu du das Hungern/Essen/Erbrechen brauchst?"


Veränderungswunsch
Versuchen Sie herauszufinden, ob der/die Betroffene zumindest teilweise eine Krankheitseinsicht, einen Leidensdruck, einen Veränderungswunsch hat. Falls ja, machen Sie ein konkretes Angebot: Schildern Sie die Möglichkeit eines Beratungsgespräches und bieten Sie an, bei der Terminvereinbarung zu helfen und zur Beratung zu begleiten.

Falls nein, betonen Sie nochmals Ihre Sorge und kündigen Sie ein weiteres Gespräch in einiger Zeit an. Haben Sie Geduld und erwarten Sie nicht zu viel - manchmal braucht es mehrere solcher Gespräche über einen Zeitraum von mehreren Monaten. In jedem Falle ist es gut, einen Zettel mit der Mail-Adresse parat zu haben und die Möglichkeit einer Mail-Beratung zu erwähnen. Viele Jugendliche schreiben uns Mails, auch wenn sie noch lange nicht zu einem persönlichen Gespräch kommen würden.


Verantwortung
Fühlen Sie sich nicht dafür verantwortlich, ob der oder die Betroffene den Weg in die Beratung bzw. aus der Essstörung heraus findet. Wenn Ihr Angebot angenommen wird, ist es wunderbar. Wenn nicht, ist das nicht Ihr persönlicher Misserfolg, sondern Sie haben das getan, was Sie tun konnten.


Eigene Rolle
Versuchen Sie nicht, die Therapeutenrolle zu übernehmen. Ob in der Familie, Schule oder im Freundeskreis - hier ist der Ort von Ansprache, Ermutigung, Motivation, aber nicht von Therapie. Damit würden Sie sich völlig überfordern.


Hilfe für Eltern oder Partner
Wenn Sie als Eltern oder Partner mit einer Person mit Essstörung zusammenleben, brauchen Sie selbst Unterstützung. Angehörige fühlen sich meist hilflos, überfordert und verwirrt von ihren heftigen und widerstreitenden Gefühlen: Ängsten, Schuldgefühlen, Aggressionen.


Ein Beratungsgespräch für Sie als Angehörige kann Ihnen helfen, diese Gefühle zu klären und zu schauen, ob Sie vielleicht Paar- oder Familientherapie oder ein Elternseminar in Anspruch nehmen möchten. Auch entwickeln Angehörige bei einer Essstörung automatisch Verhaltensmuster, mit denen sie helfen möchten, aber oft unwillentlich die Essstörung verstärken. Diese Verhaltensabläufe in einer Familie können im Angehörigen-, Paar- oder Familiengespräch miteinander aufgedeckt, Veränderungsmöglichkeiten können erarbeitet werden.

 

Bei Interesse finden Sie hier unsere Vorträge und Workshops zum Thema Essstörungen.

 

Partnerschaftlich mehr bewirken

Kontakt für Ärzte, Lehrer und Ämter

Die Ursachen und Gründe für eine Aufrechterhaltung einer Essstörung sind vielfältig. Neben biologischen und genetischen, aber auch soziokulturellen Faktoren sind sie in der Persönlichkeit der Betroffenen und ihrer Familien zu finden.

 

Diese vielen verschiedenen Aspekte auszuloten und zu berücksichtigen, ist die Grundlage einer idealen Essstörungstherapie. Aus unserer Sicht geschieht sie daher in der gelungenen Kooperation zwischen den beteiligten Fachkräften.

 

Wir verstehen uns als Partner in diesem Verbund und laden Sie herzlich ein, uns anzusprechen, zum Austausch, bei Fragen, zum gegenseitigen Kennenlernen und in konkreten Problemsituationen.

 

Sprechen Sie uns an:
Carolin Martinovic, Tel. 089 / 720 136 78 14
carolin.martinovic(at)therapienetz-essstoerung.de

 

Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!

 
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